Die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär (CSU) eröffnete in Berlin das Wissenschaftjahr 2026 zum Thema „Medizin der Zukunft“. Deutlich wurde, dass die Frauengesundheit mit all ihren Facetten ins Zentrum der Aufmerksamkeit geholt werden soll.
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Alzheimer bedeutet Gedächtnisverlust für den Betroffenen. Neben diesem sind aber vor allem die Angehörigen und auch das Pflegepersonal betroffen, wenn zum Verlust der kognitiven Fähigkeiten Begleitsymptome wie Unruhe, Aggression, Angst und Depression hinzukommen und die private Pflege unmöglich machen. Nun erhält auch dieser Seitenbereich der Erkrankung durch eine hohe Finanzierungsrunde mehr Sichtbarkeit.
Zwar ist das Unternehmen schon bald zehn Jahre alt, doch Innovative Molecules war bisher nur als Briefkasten in München und einem anderweitig beschäftigten Team geläufig. Erst mit der Finanzierung in den Corona-Jahren konnte dieses mit Myr und Phenex erfolgreiche Team den Fokus auf weitere antivirale Wirkstoffe legen. Offenbar mit Erfolg, denn nun wurde eine erste große Pharmapartnerschaft mit Alfasigma aus Italien vereinbart.
Die hessische Brain Biotech AG hat mit der Vorlage der Geschäftszahlen des Jahres 2024/25 keine Euphorie entfachen können. Ein Abschlag von rund 10% nach Bekanntgabe spricht eher für Enttäuschung und Ernüchterung, obwohl seit vielen Monaten bekannt ist, dass der Umbau der Firma den Fokus von anderen Segmenten abgezogen hat. Mit Zahlungserwartungen in der Zukunft, die vielversprechend klingen, kann man derzeit wohl nicht überzeugen.
Ein kleines bayerisches Zelltherapie-Unternehmen will allen zeigen, dass diese hochindividuellen Fertigungsschritte auch schneller und günstiger zu haben sind. Noch ist es ein präklinisches Vorhaben, die Zellen während des Blutaustauschs mit Hilfe eines Gerätes direkt am Patienten zu modifizieren. Doch schon ist Fresenius Kabi hellhörig geworden und kooperiert. Ob die Anwendung der Zelltherapie bald schon zu einem viel einfacheren Routineverfahren, ähnlich der Dialyse, werden kann?
Für BioNTech könnte 2026 zu einem der entscheidendsten Jahre seit dem pandemiebedingten Durchbruch werden. Die Pipeline ist breit, die Kasse prall gefüllt, die Partnerschaften sind zahlreich und die Perspektive reicht weit über das Jahr 2030 hinaus. Doch bei aller strategischen Vorbereitung entscheidet sich in den kommenden Monaten vor allem eines: Können die klinischen Daten die hohen Erwartungen an BioNTechs Krebsstrategie einlösen?
Bayer steigt bei diagnostischen Radiotracern für die molekulare Bildgebung ein und übernimmt dazu von dem US-amerikanischen Biotech-Unternehmen Attralus zwei diagnostische Radiotracer zur Erkennung der kardialen Amyloidose. Mit dem PET- und SPECT-Tracer steigt der Konzern erstmals gezielt in die Entwicklung krankheitsspezifischer Bildgebungsmarker ein.
Die Schweizer Roche sichert sich in einem erneuten Dealt mit der chinesischen MediLink ein zweites Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC). Diesmal sind jedoch Upfront- und weitere kurzfristige Zahlungen um den Faktor elf (!) höher und liegen bei rund 570 Mio. US-Dollar. MediLink münzt damit den gestiegenen eigenen Wert nun bereits zu Beginn einer Kooperation um.
Das war vor mehr als eineinhalb Jahren eine große Schlagzeile, als die Schweizer Numab AG (Horgen am Zürichsee) über das Vehikel eines Spin-outs einen einzelnen Antikörper für 1,25 Mrd. US-Dollar an Johnson 6 Johnson verkaufte. Nicht bei zukunftsgerichteten Meilensteinen zu bezahlen, sondern direkt „cash in de Täsch“, wie man in Köln sagen würde.
Patentstreite in der pharmazeutischen Industrie sind eher die Regel als eine Besonderheit. Dass die Leverkusener Bayer AG gerade jetzt, gefühlt deutlich nach der Zeit, einen grundlegenden Patentstreit mit allen mRNA-Impfstoffentwicklern der Pandemie beginnt, kommt daher überraschend. Da es dabei wohl um Milliarden geht, ist der Ansatz nachvollziehbar, das Timing aber wirft Fragen auf.

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